Schiller, Andreas

Als „Apfelmaler“ widmet er sich der Serienmalerei. Darüber hinaus malt Schiller unterschiedliche Abbilder von Symbolen unserer Gegenwart – hehre Objekte ebenso wie Banales.

Andreas Schiller (geb. 1963 in Berlin) studierte von 1985 bis 1994 an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und an der Estnischen Kunstakademie in Tallin. Er bezog im Jahr 1998 ein Atelier im legendären Berliner Kunsthaus Tacheles und ist seit 2007 auch in der Leipziger Baumwollspinnerei, die heute ein Zentrum für zeitgenössische Kunst ist, vertreten. Momentan arbeitet er in seinen Ateliers in Leipzig, Berlin und auf Rügen.
Seine Werke finden international Anerkennung und wurden u.a. in München, Hamburg, Berlin, New York, Amsterdam und Wien ausgestellt.

Schillers künstlerische Konzepte sind originell: Er produziert ein und dasselbe Motiv in Serie und ist als „Apfelmaler“ bekannt geworden. Jahrelang widmete er sich dem mythologisch-religiösen Symbol des Apfels in hundert- oder sogar tausendfachen Variationen in unterschiedlichen Farben.
Auf dem ähnlichen Prinzip basiert Schillers Langzeitprojekt mit dem Namen „Wunderkammer des Abendlandes“: Statt ein einziges Motiv abzuwandeln malt Schiller mehr als zehntausend unterschiedliche Gemälde von Symbolen, die unsere Vergangenheit und Gegenwart charakterisieren – ein wahrer Bilderrausch von Zitaten der Kunst, der Geschichte und der Massenmedien. Motive von Hieronymus Bosch oder Vincent van Gogh treffen auf Muppets- oder Starwars-Figuren, Christus auf Buddha, Fast Food auf Früchte eines holländischen Stilllebens. So schafft Schiller peu à peu ein Universalgedächtnis der abendländischen Kultur.

Virtuelle Pop-up Ausstellung

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