Kerkovius, Ida

Ida Kerkovius zählt neben Gabriele Münter, Käthe Kollwitz, Marianne von Werefkin und Paula Modersohn-Becker zu den bedeutendsten deutschen Künstlerinnen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
© Alle Abbildungen: VG BildKunst

Von ihren befreundeten männlichen Kollegen wie u. a. Alexej von Jawlensky, Willi Baumeister, Johannes Itten und Adolf Hölzel wurde Ida Kerkovius’ Kunst bereits zu Lebzeiten hoch geschätzt. Äußerungen wie „In der Farbe ist sie uns allen überlegen“ (Willi Baumeister) oder „Sie ist ganz Kunst“ (Alexej von Jawlensky) zeugen von dem hohen Stellenwert, den die Künstlerin in ihrem Wirkungskreis einnahm.
Vor allem die umfangreiche Palette an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten, die Kerkovius bis ins hohe Alter immer weiterentwickelte, macht die Deutschbaltin so spannend und herausragend für ihre Zeit.

31. August 1879 in Riga geboren.
1899 Besuch einer Privatmalschule in Riga.
1902 Reise nach Italien, vor allem Venedig, Florenz, Rom. Studium bei Adolf Hoelzel in Dachau.
1904-1907 in Livland.
1908 Wiederaufnahme des Malstudiums, zunächst an der Privatkunstschule Adolf Mayer in Berlin, dann bei Adolf Hoelzel in Stuttgart als Meisterschülerin.
seit 1911 selbständige Künstlerin.
1920-1923 drei Wintersemester am Bauhaus in Weimar. Begegnung mit Klee und Kandinsky. Erlernen der Weberei.
1930 Aufenthalt in Ascona.
nach 1933 Ausstellungsverbot als “entartet”.
1934-1939 Reisen nach Norwegen, Belgien, Frankreich, Bulgarien, Italien, dazwischen Besuche in der Heimat.
1939 Rücksiedlung der Familie nach Deutschland. Seitdem in Stuttgart.
1944 Zerstörung des Stuttgarter Ateliers in der Urbanstraße durch Bombenangriff.
1950 Mitglied des Deutschen Künstlerbundes.
Zwischen 1950 und 1965 häufige weite Reisen, 1952 und 1954 Ischia, 1954 Bretagne, 1956 Südfrankreich, 1965 Aufenthalt am Gardasee.
1954 Verleihung des Staatspreises anläßlich der Ersten Jahresschau des Baden-Württembergischen Kunsthandwerks, Freiburg i. Br., veranstaltet vom Landesgewerbemuseum Stuttgart. Verleihung des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse.Ehrenmitglied der Künstlergilde, Esslingen/Neckar.
1955 Erster Preis der Ausstellung “Ischia im Bilde deutscher Maler”, Heidelberger Kunstverein, veranstaltet von Prof. G. Hartlaub und der Dante Gesellschaft, Rom.
1958 Verleihung des Professorentitels.
1962 Ehrenmitglied der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart.
1963 Ehrenvorstandsmitglied des Deutschen Künstlerbundes.
1970 Am 8. Juni in Stuttgart verstorben.

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